Persönliche Jahresaufgabe

Für 2016 hatte ich mir vorgenommen mal etwas aus dem Genre Manga, Comic, Graphic Novel… zu lesen, weil ich außer Asterix und Obelix, Tim und Struppi oder die Simpsons uff hessisch da eigentlich nichts vorzuweisen habe und das obwohl ich mir die Wohnung mit einem dieser Comic-Fans teile. Irgendwo in unserer Wohnung findet sich eigentlich immer ein Manga von One Piece oder ein Comic von Deadpool oder oder… Aber über ein Reinblättern hier und da kam ich eigentlich nie hinaus, wollte dem ganzen aber mal eine Chance geben.

Da ich gerne Krimis lese, habe ich versucht Krimi-Mangas oder sowas zu recherchieren.
Das Erste, was ich dann las, war „Das Tarot-Cafe“ von Park Sang Sun Manwha … also ich dachte der Name des Autors/der Autorin bestünde aus 4 Wörtern…Und lernte damit gleich noch eine weitere Richtung kennen. Nämlich Manhwa, sehr laienhaft gesprochen das koreanische Gegenstück zum japanischen Manga. Um es deutlicher zu machen, zitiere ich mal aus Wikipedia:Manhwa (kor. 만화 ‚Comic‘) ist die in der westlichen Welt verbreitete Bezeichnung für Comics aus Südkorea. Im Koreanischen wird der Begriff generell verwendet für sowohl japanische Manga als auch Comics. Ist explizit die Rede von Werken koreanischer Autoren wird die Bezeichnung 한국 만화 Hanguk Manhwa „koreanischer Comic“ verwendet. Das digitale Gegenstück zu Manhwa sind Webtoons.
Im Gegensatz zu Mangas werden Manwhas übrigens so wie wir es kennen gelesen, von links nach rechts. Und auf dem Buch schreibt es sich Manwha, bei Wikipedia Manhwa ?!?!

Im Tarot-Cafe geht es wie der Titel schon sagt um ein Café, in dem einem die Zukunft vorhergesagt wird. Je später der Abend, desto illustrer werden  die Gäste und auch der Wahrsagerin eröffnen sich hier spannende und phantastische Geschichten.

Das klang so schön mystisch, konnte mich aber nicht überzeugen. Zum einen lag es daran, dass die einzelnen Geschichten recht kurz waren/zu kurz. Zum anderen war es glaube ich für mich auch wirklich ein kleiner Einstieg in diese ganze gezeichnete Welt. Der Comic-Nerd an meiner Seite musste sich dann doch die eine oder andere Frage anhören. Unter anderem: „Das ist ja schwarzweiß. Sind die nicht bunt?“
Ja, ja, lacht nur. Ich dachte wirklich, dass Mangas und Co bunt gezeichnet wären, weil doch AnimeSerien und Cosplayer auch immer so bunt sind.

Außerdem habe ich mich noch gewundert, warum die Charaktere eigentlich oft so androgyn aussehen und warum so europäisch, wenn das doch in Korea oder Japan spielt? Falls mir das übrigens jemand beantworten könnte, wäre ich sehr dankbar.

Nachdem das Tarot-Cafe nicht ganz so meins war, las ich als nächstes
Psychic Detective Yakumo
Der Schüler Yakumo Saitou wurde mit einem roten Augen geboren. Damit kann er Geister sehen und aufspüren. Eines Tages bittet ihn eine Mitschülerin um Hilfe. Sie befürchtet, dass ihre Freundin von einem Geist verfolgt wird.

Das klang total spannend und die Geschichte über die Geister war auch gut, aber diese Mitschülerin…die nervt. Die quietscht und ist ja „haaaach so verliebt in den blöden Yakumo, nein, er ist ja gar nicht blöde, doch ist er, aber auch so süüüüß“…ne, das ging nicht, das ist so gar nicht nach meinem Geschmack.
Hier war die Herausforderung für mich, dass es wirklich mein erster Manga war, den ich von hinten bis vorne durchgelesen habe, was für mich und meine ungeübten Hände bedeutet von hinten bis vorne. Und die ersten Male fing ich immer wieder an der falschen Stelle mit dem Lesen an…

magra

Nach Manhwa und Manga stand als nächstes eine Graphic Novel auf dem Plan – ich bekam als Geburtstagsgeschenk die drei ??? und der dreiäugige Totenkopf

Ich als drei ??? Fan bin begeistert, weil die Graphic Novel an alte Hörspiel-Folgen erinnert. Es war als würde ich Peter Pasetti hören, wie er mir als Alfred Hitchcock erzählt, was die drei Detektive erleben. Hier habe ich den Comic-Fan-Mitbewohner dann genervt mit der Frage: „Wann ist es eigentlich eine Graphic Novel und wann ein Comic?“
Wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es dafür keinen Messwert in Seiten, sondern eben, wenn es halt ein paar mehr Seiten sind und die Geschichte etwas ausführlicher ist, evtl sogar Anfang und Ende hat.

Dann probierte ich es nochmal mit einem Manga und zwar Deathnote:
Wenn den Todesgöttern langweilig ist, dann fliegen sie auch gerne mal zur Erde und dann lassen sie ein Deathnote „fallen“. Ein Notizbuch, in das man gewissen Regeln folgend reinschreiben kann, wer wann und wie sterben wird und dann passiert es. Ein solches Deathnote gerät in die Finger des Schülers Light Yagami. Zusammen mit dem Deathnote kommt übrigens auch der Todesgott, der das Deathnote auf die Erde gebracht hat. In diesem Fall Ruyk, der aber nur von Light gesehen und gehört werden kann. Light macht es sich zur Aufgabe die Welt mithilfe des Deathnotes von allem Schlechten zu befreien, doch dafür müssen hin und wieder auch mal gute Menschen sterben…

Was soll ich sagen – das fand ich so gut, dass ich hiervon Band 1 und 2 gelesen habe und Band 3 liegt auch schon im Bücherregal. Das ist abgedreht, spannend, lustig – GUT!

4 Bücher hatte ich mir vorgenommen, 4 habe ich geschafft. Momentan lese ich gerade am fünften. „Maus: Mein Vater kotzt Geschichte aus“ und ein Doctor Who Comic ist laut kindle zu 34% gelesen, während im Bücherregal ein weiteres wartet. Dort liegen außerdem noch „Die Insel der besonderen Kinder“ und der Comic zur Peter Grant Reihe „Rivers of London“. Ihr seht also: Für mich war das eine Bereicherung, die jetzt im alltäglichen Leseverhalten Einzug gehalten hat.

Falls Ihr weitere Empfehlungen habt, am liebsten aus dem Genre Krimi, dann als her damit. Auch wenn schon einiger Lesestoff rumliegt…man kann doch nie genug haben 🙂

goodreadsmangra

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8 Antworten zu Persönliche Jahresaufgabe

  1. Servetus schreibt:

    Keins sind Krimis, aber: Art Spiegelman, Maus; Marjne Satrapi, Persepolis; Joe Sacco, Safe Area Gorazde; CraigThompson, Blankets.

  2. filmgeist9 schreibt:

    Die 3 ??? als Comic?! Wow. SO etwas hätte ich ja nie erwartet. Danke sehr.
    Und Comic Tipps sind immer so unglaublich schwer. Den Tipp den ich dir geben kann ist, da die Geschichte auch komplett abgeschlossen ist und total geil erzählt:
    Locke & Key

  3. DoomKitty schreibt:

    Also ich würde mal frei interpretieren, dass die Gestaltung der Charaktere in Mangas (androgyn und europäisch) daran liegt, dass das europäische Aussehen für Asiaten ein absolutes Schönheitsmaß darstellt. Deswegen lassen sich da ja auch Leute die Beine brechen und mit Gestellen, die sie Monate lang tragen müssen, diese verlängern. Oder teilweise gefährliche Operationen, um die Augen größer und europäischer aussehen zu lassen. Und, leider Gottes, sieht man in Mangas auch häufig den Hang zu knapp bekleideten Schulmädchen, deren Unterwäsche ununterbrochen durchblitzt *hüstel*

  4. teamo schreibt:

    A god somewhere, Scott Pilgrim, unterwegs mit Hector, Circus Iritans, Als ich einmal auf hoher See verschollen war, Antoinette kehrt zurück, Bongoland Kohäsion, Mr. Origamu, Insel Karkinos. Ist zwar auch kein echter Krimi dabei, sind aber allesamt wahnsinnig lesenswert.

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