Pride and Prejudice

Das Jahr geht dem Ende zu und meine persönliche Jahresaufgabe: Lies fünf Klassiker ist noch in vollem Gange.
Das dritte Buch auf meiner Liste hatte ich allerdings schon vor einiger Zeit gelesen und kam nur noch nicht dazu darüber zu schreiben

Pride and Prejudice von Jane Austen
Hauptsächlich dreht sich die Geschichte um Elizabeth, die zweitälteste von fünf Töchtern der Bennets und spielt irgendwo auf dem Land in der Nähe von London. Als auf dem Nachbaranwesen der Bennets der junge, alleinstehende und vermögende Charles Bingley einzieht, hofft Mutter Bennet eine, wenn nicht sogar mehrere ihrer Töchter endlich unter die Haube zu bringen. Da trifft es sich gut, dass Bingley auch gleich einen Freund mitbringt, der gutaussehend, alleinstehend und sogar noch reicher ist als er, Mr. Darcy…

Pride und Prejudice, übersetzt Stolz und Vorurteil und darum geht es hauptsächlich. Stolz und Vorurteile zu überwinden. Denn letztendlich stehen genau diese beiden Dinge den glücklichen Beziehungen zweier Schwestern im Weg.
Nachdem ich vorher Jane Eyre und Wuthering Heights gelesen hatte, kam Jane Austen mit ihren Beschreibungen irgendwelcher Bälle und Spaziergänge erstmal sehr langweilig daher. Aber genau das macht glaube ich den Charme einer Jane Austen aus. Die Darstellung der Langeweile und die sehr exakten Charaktere-Beschreibungen. Herrlich hier vor allem die Mutter, die jedes gesellschaftliche Fettnäpfchen mitnimmt und man denkt schon jedes Mal selbst:“Oh Gott, was wird sie diesmal wieder unangebrachtes sagen?“
Man hat auch immer so das Gefühl, dass die nichts anderes getan haben als sich gegenseitig zu besuchen und spazieren zu gehen und so war es ja wohl auch in der damaligen Zeit. Was hatten junge Frauen denn auch anderes zu tun? Hier und da noch ein bißchen musizieren üben und sticken und malen, achja und spazieren gehen und zu einem Ball gehen und da dann bitte nichts sagen was gegen die Etikette verstoßen könnte!

Natürlich wusste ich, wie das Buch am Ende ausgehen würde und ich denke ihr auch, deswegen schreibe ich ganz unbefangen weiter: Natürlich bekommen Elizabeth und Mr Darcy sich am Ende und doch hat es Jane Austen geschafft, dass ich mit dem Buch in der Hand saß und mir dachte:“Jetzt? Jetzt? Aber jetzt doch endlich….“ Und als es dann endlich soweit war, hab ich mir an mein Herzchen gegriffen und geseufzt!
Ob ich allerdings so schnell wieder etwas von Jane Austen lese, weiß ich noch nicht. Da gerade der Beginn des Buchs sich für mich doch sehr hinzog. Wie steht ihr zu Jane Austen? Es gibt da ja richtige Fans. Gehört ihr dazu?

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10 Antworten zu Pride and Prejudice

  1. Sarah schreibt:

    Ich bin da sehr von der Kategorie der Austenfans – GUt Pride & Prejudice erachte ich als ihr „Mainstream“-Buch und gute Einstiegsdroge für Austen, aber gerade mein persönlicher Liebling „Emma“ ist voll von Seitenhieben und ironischen Spitzen. Ich denke, dass das Schöne an Jane Austen ist, dass sie bewusst über das schreibt was sie kennt: Die südenglische Landgesellschaft und sich ganz bewusst mit ihr auseinandersetzt. Dabei kann der Leser wählen ob es eine elegante Satire, eine Romantikkomödie oder ein Gesellschaftsportrait ist.

    • Die Poe schreibt:

      Über Emma habe ich schon viel Gutes gehört und eine meiner Kolleginnen schwärmt mir auch immer von den bösen Spitzen Austens vor. Es gibt ja auch Bücher, die sich genau mit diesem Thema befassen. „Jane Austen für Boshafte“ und sowas.

  2. friedlvongrimm schreibt:

    Ach die gute Jane, ich liebe die ja. Lustigerweise liest mir eine Freundin gerade „Emma“ vor und wir beide hassen zum ersten Mal in der Austen’schen Geschichte eine Protagonistin. Ich persönlich würde dir „Mansfield Park“ ans Herz legen, wenn du irgendwann wieder Lust auf die Jane hast.

    • Die Poe schreibt:

      Mansfield Park hatte ich sogar schonmal gelesen 🙂
      Aber es tut ja vielen Büchern keinen Abbruch, wenn man einen Charakter aus tiefsten herzen hasst. ich hoffe das ist bei Euch bei Emma jetzt auch so!

  3. Esther schreibt:

    Ja, ich liebe Jane Austen! Vor allem Pride & Prejudice, Persuasion und Sense & Sensibility. Was ich so liebe sind die Charakter, sie sind alle so lebensecht, manche sind so komisch, und die Hauptdarsteller lernen zo viel und finden dann zu einander als veränderte Menschen. Das Buch mit dem größten „will they or won’t they?“-Gehalt ist für mich „Persuasion“. Da geht es um Anne die sich als junge Frau umreden hat lassen und Captain Wentworth nicht geheiratet hat. Sieben Jahre später liebt sie ihn aber immer noch und begegnen sich die zwei wieder, aber er hat kein Interesse mehr…
    Emma ist auch seht beliebt, aber sie irritiert mich, sie ist mir zu hochnäsig. Es gibt da eine Emma Mini-Serie von der BBC aus 2009 und in der Serie habe ich Emma zum ersten Mal doch gemocht! Mansfield Park und Northanger Abbey mag ich eher etwas weniger.
    Ich würde sagen, lies Persuasion, das ist schön und hat grosse Sehnsüchte (aber etwas weniger witzig als einige andere ihrer Bücher).
    So, jetzt has Du 3 Empfelungen gekriegt von 3 verschiedenen Personen! Bin gespannt, ob und welche Empfehlung Du folgen wirst. 😉

  4. Cathrin Rubin schreibt:

    Als Leserin finde ich Jane Austen zu langweilig… aber die Verfilmungen sind dafür immer ganz gut 😉

  5. Servetus schreibt:

    This book is required reading in school for many Americans (or was, a generation ago) and so it’s hard for that reason for me to evaluate it fairly. I think it’s her best book, but I’m not a huge Austen fan. Literarily she’s important as a stylist of manners, so what you’re supposed to get out of it is precisely her amazingly precise and open observational skills — but all most novels of that genre that I’ve read have very conventional plots (since, indeed, one of the tasks of that kind of work is social critique).

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