Life on Mars

Der Polizist Sam Tyler wird von einem Auto angefahren. Er verliert sein Bewusstsein und als er wieder erwacht, findet er sich in den 70ern wieder. Komischerweise ist dort aber alles beim alten. Bei der ortsansässigen Polizeistation erwartet man ihn schon als neuen Kollegen. Also beginnt Sam in der Vergangenheit Fälle zu lösen und versucht immer wieder einen Weg zurück in sein Leben in der Gegenwart zu finden.

Life on Mars – Gefangen in den 70ern ist eine Serie der BBC, die aber ein paar Jahre später ein amerikanisches Remake von ABC bekam. Die englische Variante besteht aus zwei Staffeln, die amerikanische aus einer. Ich habe von beiden jeweils die erste Staffel gesehen. In der englischen Variante liegt Sam im Koma und erkennt das auch selbst dadurch, dass er immer wieder Ärzte und Schwestern hört und manchmal sogar bspw im Fernseher sieht. Die amerikanische Variante spielt da lieber mit dem Titel „Life on Mars“ und lässt ihren Sam denken, dass Ausserirdische ihn in der Zeit zurückgeworfen haben und irgendwas mit ihm vor haben. Das führt auch dazu, dass der amerikanische Sam etwas näher am Verrücktwerden dran ist, als der englische. denn schwierig ist die Situation für beide und sie versuchen auch beide wieder in ihre Gegenwart zurückzukommen, aber der amerikanische Sam muss daneben auch noch gleichzeitig damit zurecht kommen, dass er selbst ja gar nicht an Ausserirdische glaubt, sich aber keinen anderen Reim darauf machen kann, was mit ihm passiert.

Ansonsten gilt für beide Varianten: tolle Musik! 🙂 Ich mag die Musik  der 70er! Und natürlich gibt es viele witzige Situationen, wenn Sam bei seinen Kollegen andeutet, dass sich dieses oder jenes nochmal ändern wird oder sein „Zukunftswissen“ nutzt, um dem nicht immer ganz so netten Kollegen bei der Wette auf einen Boxkampf (George Foreman gegen Muhammad Ali) zu besiegen.
Oft ist Sam kurz vorm Verzweifeln, weil die Polizeiarbeit und die Ansichten seiner Kollegen für ihn mehr als rückständig sind: Über die Leiche gebeugt ein Sandwich essen und die Leiche vollkleckern, Geständnisse aus den Verdächtigen rausprügeln, Tatorte nicht absperren. All das bringt ihn zur Weißglut. Zusätzlich kommt es immer wieder zu
Querelen, da er das Potential der Kollegin Annie erkennt und diese immer wieder in seine Arbeit mit einbezieht. Das stößt nicht nur den männlichen Kollegen auf, sondern überfordert oft auch Annie selbst, die diesen Kampf um die Anerkennung von Frauen in diesem Männerberuf gar nicht führen will.
Je nach Fall fand ich die Serie mal mehr und mal weniger spannend, aber
die Musik war IMMER gut 🙂 Ausserdem war ich gerade bei der amerikanischen Variante gespannt auf die letzte Folge und wie sich das ganze mit den Ausserirdischen auflösen
würde, denn irgendwann wurde klar: bei denen liegt der wirklich nicht im Koma – aber Ausseriridische?!?! Echt jetzt?
Ich persönlich kann für mich nicht sagen, welche Version ich besser finde. Ich mochte in der englischen Version beispielweise den Vorgesetzten von Sam lieber, den fand ich dort besser dargestellt. Aber in der amerikanischen Variante mochte ich Sams Nachbarin sehr gern. Aber egal welche Version, sie machen beide Spaß!

Den Trailer zum englischen Life on Mars seht ihr hier, den amerikanischen hier.
Und bei fernsehserien.de gibt es hier mehr Informationen zur englischen Variante und hier zur amerikanischen.

 

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10 Antworten zu Life on Mars

  1. suzy schreibt:

    Ich kenne nur die Variante der BBC und die fand ich sehr gut. An den Klamotten, der Innenausstattung der Wohnung, des Büros etc. haben wir uns köstlich amüsiert, die Autos fand ich toll und die Darsteller sehr sympathisch. Ich habe mir die DVD´s gekauft um die Serie im Original sehen zu können……
    Auf die Serie bin ich allerdings nur gekommen weil ich zuvor ‚Ashes to Ashes, Back to the 80s‘ gesehen habe, die eigentlich die Nachfolgeserie von ‚Life on Mars‘ ist. Ganz ehrlich, fand ich ‚Ashes to Ashes‘ besser, da ich ein Kind/Teenager der 80er bin und mir die Musik, Klamotten etc. noch ein bisschen besser gefallen haben, bzw.die Erinnerung daran, kein Mensch würde das heute noch tragen 😉 . Außerdem ist der Schlagabtausch von Alex Drake und Gene Hunt einfach großartig, ähnlich wie auch bei Sam und Gene, aber hier knistert es auch noch gewaltig!
    Meine „Kritik“ zu Ashes to Ashes kannst Du hier finden, falls Du auch Spass an den 80ern hast, http://tinyurl.com/mjquefo

    • Die Poe schreibt:

      Waaaaaaaaaaaah!!! Das kenn ich noch gar nicht! Vielen Dank für den Hinweis! Wie cool!

      • suzy schreibt:

        Ich habe ATA entdeckt als ich nach neuen Filmen für meine Leihliste gesucht habe. Die erste DVD kam, sah und siegte und ich habe direkt alle 3 Staffeln gebraucht gekauft und fast am Stück durchgekuckt mit meinem Mann ❤
        Meiner Schwester davon erzählt, ihr geschickt und ihr ging es genauso, sie saß mit ihrem Mann bis Nachts – aber man/frau sollte halt ein Faible für die 80er haben….
        danach habe ich dann noch Life on Mars gekauft…..
        Ich finde es schade, genauso wie bei N&S, dass die Serie bei uns noch nie gezeigt wurde, es gibt so viele Menschen die die 80er lieben, das wäre was für zdf neo 😉
        ich glaube nur Life on Mars kam mal spät Abends auf einem Mondsender…

        • Die Poe schreibt:

          Ich hatte Life on Mars seit letzten Jahr irgendwann auf meiner festplatte, weil es da bei servus.tv lief. Generell bin ich immer wieder sehr erstaunt, was für gute Sachen da laufen, viel BBC.
          Aber bei Ahes to Ahes sieht es wohl wirklich nicht so gut aus, dass ich das demnächst mal im FreeTV anschauen kann (Hab gleich mal nachgeguckt 🙂 )
          Da muss die DVD beschafft werden

  2. Servetus schreibt:

    Ich kenne nur die englischen Folgen, und die fand ich auch, irgendwie, immer weniger interessant, obwohl ich mindestens die erste Serie zu Ende geguckt habe. (Das war, weil Herr Armitage sagte mal, Keely Hawes in Ashes to Ashes erinnere ihn an seine Jugend und wie er Mädchen entdeckt hatte, und Life on Mars war doch der erste Teil usw. Bin eigentlich nie so weit gekommen, also werde ich die Frage nach Armitages Jugenderfahrungen mit Mädchen wohl unbeantwortet lassen müssen …)

    • Die Poe schreibt:

      Wenn ich Ashes to Ashes mal irgendwann gesehen habe, werde ich versuchen darauf zu achten, was er meinen könnte. Aber das könnte noch dauern, da wartet ja noch eine festplatte voller Serien auf mich und im DVD-Regal steht auch einiges.

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