Bates Motel

Eine Frau duscht, auf dem Duschvorhang sieht man den Schatten eines Menschen, der Schatten zückt ein Messer….wer kennt diese Szene nicht. Sie ist aus Psycho.
Bates Motel ist quasi das Prequel zu Hitchcocks Psycho. Die Geschichte des jungen Norman Bates. Psycho spielte allerdings in den 60ern und Bates Motel in der Gegenwart, also so ein wirkliches Prequel ist es dann auch wieder nicht.

Nach dem Tod ihres Mannes zieht Norma Bates mit ihrem 17-jährigen Sohn Norman nach White Pine Bay. Dort hat sie das Seafairer Motel samt Wohnhaus ersteigert. Doch diese Kleinstadt ist alles andere als idyllisch. Norman stellt ziemlich schnell fest: “Diese Stadt ist böse!“ und möchte eigentlich fort. Doch seine Mutter hat alle Ersparnisse in das Motel gesteckt und so bleiben die beiden in White Pine Bay. Als eines Tages Normans Halbbruder Dylan vor der Tür steht, kommt es auch innerhalb der Bates-Familie zu immer mehr Querelen. Dylan will mit Norman weggehen, um ihn endlich von seiner manipulativen Mutter, die ihn ganz für sich will, zu befreien….

Ja, Norman und seine Mutteeeeeeeeeeeer! Da muss man definitiv mit Leichen rechnen! Die erste in White Pine Bay geht auf Mutters Konto, für die nächste Leiche kann keiner der Bates etwas und so stehen wir am Ende der 1. Staffel in einer angeblichen idyllischen Kleinstadt und haben sechs Leichen (wenn ich mich nicht verzählt habe) und jede Menge Menschen, die in üble Machenschaften verstrickt sind. Und während ich mir das so anschaute oder hinter meiner Decke, die ich mir vor die Augen gerissen habe, hervorlugte, saß ich da und dachte abwechselnd:“Der Norman konnte ja nicht normal werden, der arme Bub!“ und „oh mein Gott, was für psychische Krankheiten hat der?“ „Betüdelt die Mutter den nur so, weil der so krank im Kopf ist und sie das weiß oder ist der so krank im Kopf, weil sie ihn so betüdelt?“

Ich hatte einige Decke-vor-die-Augen-reiss-Momente, was jetzt aber nicht an irgendwelchen Abschlachtszenen oder übelst ekligen Gewaltszenen lag, sondern an der Spannung. Ich saß da auf meiner Couch und ahnte gleich passiert es….gleich….gleich….und diese Serienmacher zogen das entweder bis zum zerreissen in die Länge oder lösten die ganze Spannung einfach in einem Grad-noch-davon-gekommen-Moment auf. Nur um mich dann zurückzulassen mit:“Aber der weiß jetzt schon, dass der das weiß, oder?! Der tut doch nur so, oder?! Ahhhhhhhh, wo ist meine Decke?!?!“ Ihr seht schon die Faszination des Grauens hat mich gepackt und mich gut unterhalten. Mir hat Bates Motel aber immer am besten gefallen, wenn keine Gewalt zu sehen war, sondern man die zwischenmenschlichen Beziehungen von Norma, Norman und Dylan näher beleuchtet bekam. Warum betüdelt Norma nur den einen Sohn so, während sie den anderen so schnell wie möglich wieder los werden will? Warum sucht Dylan trotzdem die Nähe seiner Mutter? Diese Aspekte machten den größten Reiz der Serie für mich aus und mein kleines Ratespiel mit mir selbst, wem man in dieser Stadt eigentlich überhaupt vertrauen kann!

Hauptdarsteller:
Norma Bates – Vera Farmiga
Norman Bates – Freddie Higmore
Dylan Massett – Max Thieriot

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