Treasure Island

NT live gab mal wieder ein Gastspiel im Kino vor Ort. Diesmal gab es eine Version der Schatzinsel von Robert Louis Stevenson zu sehen.
Jim Hawkins lebt bei seiner Großmutter und hilft ihr das Gasthaus zu führen.
Eines Tages taucht der Seemann Billy Bones auf, der sich den ganzen Tag betrinkt , weil er seine Ängste vergessen will. Auch Jim übernimmt immer mehr dieser Ängste in seine Albträume. Als weitere Seemänner im Gasthaus auftauchen, werden viele dieser Ängste wahr. Sie töten Bones, weil er ihnen nicht sagen will wo der Schatz des berühmt-berüchtigten Piratenkapitäns Flint versteckt ist.
Nachdem die Meute wieder verschwunden ist, durchstöbert Jim Bones Sachen und findet die Schatzkarte. Zusammen mit Dr. Livesey und dem reichen Gutsherren Trelawney macht Jim sich auf um den Schatz zu suchen. Doch Trelawney heuert ausgerechnet den „Koch“ Long John Silver und dessen Crew an…

WOW!!! Was ein Bühnenbild!!! Da steht ein Gasthaus und dann versinkt das Gasthaus im Boden der Bühne und wir sind am Hafen und dann erhebt sich aus dem Bühnenboden ein Schiff mit Deck und Unterdeck und Segelmasten. Und dann fährt das Schiff wieder in den Bühnenboden und stattdessen sind wir auf einer Insel und dann kommt wieder etwas neues aus dem Bühnenboden gefahren und wir sind in den Höhlen der Insel. TOLL! Das Bühnenbild war großartig! Dazu gabs dann immer wieder Seemanns- und Piratenlieder zu hören, das ergab eine richtig super Stimmung!!!!  Ihr merkt vielleicht, ich bin völlig hin und weg!

Aber warum man unbedingt mehr Frauen in dem Stück braucht, habe ich nicht verstanden. Also die Dame, die das Stück adaptiert hat, hat es erklärt (weil das heutzutage so ohne Frauen, ausser der Großmutter, doch nicht mehr ginge), aber da bin ich nicht genug Emanze, um das zu verstehen. Weibliche Piraten? Ein weiblicher Schiffsarzt? Wo gab es denn damals so einen Kapitän, der das auf seinem Schiff erlaubt hätte? Und dann ist Jim auch noch eine Jimima! Und das wurde dann richtig gruselig, als Long John Silver beschreibt wie clever Jim ist und…langer Blick in das Gesicht des Mädchens… „beautiful“. Uuuuuhhhhhh, ahhhhh, die werden doch nicht…..Neiiiiiiin…im nächsten Akt küsst Long John Silver Jim. Aber wenigstens erklärt Jim, dass er…äh sie jetzt definitiv weiß, dass sie dafür noch zu jung ist.

Ansonsten habe ich inzwischen den Eindruck, dass sich Piratenkostüme jetzt wohl immer an Fluch der Karibik anlehnen. Zumindest verwandelte sich der Koch Long John Silver nach der Pause vom Klamottenstil her doch eher in einen Jack Sparrow, was mich jetzt aber ehrlichgesagt so gar nicht störte. Denn egal was Arthur Darvill anhatte, er hat das einfach gut dargeboten – den Wechsel zwischen netter Mensch <-> böser Pirat, eigentlich einfach ein netter Pirat. Mit einem Papagei! Tolles Ding! Irgendwie „magisch“ ferngesteuert, saß auf seiner Schulter und bewegte sich. Das gab ihm den letzten Schliff.

Es hat sich also definitiv wiedermal gelohnt Theater im Kino zu schauen. Die Eindrücke meiner Begleitung Herba gibt es hier. Zur NT live- Seite zum Stück geht es hier entlang. Dort kann man ausser dem Trailer auch sehen, wann das Stück in anderen Kinos gezeigt wird.

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4 Antworten zu Treasure Island

  1. Pingback: Treasure Island (National Theatre London live) | Unkraut vergeht nicht….oder doch?

  2. Herba schreibt:

    „Uuuuuhhhhhh, ahhhhh“ beschreibt es ziemlich perfekt *lol*

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