Becks letzter Sommer

Ich war in den letzten Wochen sehr lesefaul. Das lag nicht daran, dass die Bücher in meiner Hand schlecht waren. Auf gar keinen Fall, sondern einfach an einer chronischen Lese-Unlust meinerseits. Ich hab mir für den Weg hin und weg von der Arbeit lieber ein Hörspiel auf die Ohren gehauen. Aber so langsam kehrt die Leselust zurück und ich habe jetzt mal wieder ein Buch fertig: Becks letzter Sommer von Benedict Wells

Beck ist Lehrer an einem Münchner Gymansium. Das Leben trottet so dahin, er lebt immer noch gut von seinem Erbe und macht halt eben diesen Lehrerjob. Als er den neuen Schüler Rauli Gitarre spielen hört, wirbelt das sein Leben auf. Denn dieser Junge hat Potential, viel mehr Potential als er damals als Musiker hatte. Aus diesem Jungen könnte was werden – mit ihm an seiner Seite, denn somit wäre auch Beck endlich wieder da, wo er hingehört, auf der Bühne! Nach einem gemeinsamen Auftritt heißt es hoffen und bangen – auf einen Plattenvertrag bei BMG.
In der Zwischenzeit fahren die beiden mit Becks bestem Freund Charly in die Türkei. Allerdings ist Charly gerade erst aus der Psychatrie entlassen worden und Beck quält der Liebeskummer. Es wird ein etwas turbulenter Roadtrip….

Auch wenn ich, wie gesagt länger gebraucht habe, um das Buch zu beenden, lag das keinesfalls an der Geschichte oder dem Schreibstil. Denn die waren beide richtig gut. Zwar mag die Geschichte und die Personen für manchen Leser ab und an etwas skuril wirken, aber die Gefühle und die Probleme, die diese Figuren haben, die sind absolut echt und nachvollziehbar. Ich saß da und wusste manchmal nicht, ob ich überhaupt irgendjemanden in dem Buch mag. Beck? Was ein Arsch! Rauli? Boah, was ein jammerndes Lügenmaul! Charly? Ist der eigentlich völlig durchgeknallt?!?!
Aber auf der nächsten Seite sagen diese Figuren dann etwas bei dem ich mir dann nur dachte:Ach guck, der ist doch nicht son Depp, der führt sich nur manchmal wie einer auf.

Das einzig Negative war, dass Benedict Wells 2x über R.E.M. lästert! Das geht für mich eingefleischten R.E.M.-Fan ja mal gar nicht, aber ansonsten gutes Buch! 🙂

Becks letzter Sommer von Benedict Wells
 464 Seiten
Diogenes Verlag
978-3-257-06676-0

 

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