A small family business

Die liebe Herba von Unkraut vergeht nicht und ich waren mal wieder zum Theatergucken im Kino. Das National Theatre London zeigte diesmal eine Aufzeichnung des Stücks

A Small Family Business

Ich hatte vorab keine Ahnung, worum es geht. Da ich bis jetzt aber noch nie in einem schlechten Stück war, das nt live gezeigt hat, machte ich mir auch keine Sorgen.
Jack McCraken hat strenge Moralvorstellungen und wird in diesem Stück damit konfrontiert, dass er damit wohl der einzige in seiner Familie ist. Als er den Familienbetrieb seines Schwiegervaters übernimmt, bröckelt die Fassade seiner Familie immer mehr. Als sein Schwiegervater ihn dann noch darauf hinweist, dass irgendjemand Betriebsspionage betreibt und das obwohl in diesem Betrieb eigentlich nur Familienmitglieder arbeiten, ist Jack entsetzt….

Zuerst muss ich die Leistung von Matthew Cottle erwähnen. Er spielt in diesem Stück einen widerlich Detektiv, einen ekligen Schmierlappen, der die ganze Zeit in kriecherischer Weise und sabbernd den Leuten unterschwellig klar macht, dass er etwas über sie herausgefunden hat. Und das war so uuhhaaaahhhhwäh! Gruselig und großartig gleichzeitig! Ich hab mir wirklich zwischendurch die Augen zugehalten so angewidert war ich. Das hat er wirklich grandios gespielt! Aber auch alle anderen Schauspieler haben mir gut gefallen und es gab viel zu lachen. Obwohl das Stück leicht und lustig daher kommt, macht es auch nachdenklich, denn dadurch, dass der Moralapostel Jack seinen Familienmitgliedern nichts böses will, wird auch er immer korrupter und lässt sich immer leichter zu unmoralischen Dingen überreden.
Was mich auch schwer beeindruckt hat, war die Kulisse. Da haben die einfach mal so ein ganzes Haus hingebaut mit Erdgeschoss und 1. Stock und für die Pausenansicht mit einer kompletten Häuserfront.
Die Pause allerdings hat das heimische Kino nun wirklich übertrieben. Erst gab es eine ca 10-minütige Pause, in der man auf der Leinwand nichts sah, dann gab es fast 20 Minuten das Londoner Publikum zu sehen und dann kam, wie bei den Live-Aufführungen bei nt live üblich ein Interview als Pausenfüller. Wenn das Ganze live gezeigt worden wäre, wäre dagegen absolut nichts zu sagen gewesen…aber das war eine Aufzeichnung! Da kann man sich das Herunterlaufen der Uhr während die Kamera das Publikum zeigt doch sparen, oder?!
Trotzdem war das mal wieder ein gelungener Abend. Fand auch meine Begleitung, wie ihr hier sehen könnt.
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen von nt live findet ihr hier.

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4 Antworten zu A small family business

  1. Pingback: A Small Family Business (National Theatre London live) | Unkraut vergeht nicht….oder doch?

  2. Herba schreibt:

    Die Pause war wieder typisch für unser Kino oder? Irgendwie schaffen sie es immer wieder einen zu ‚ärgern‘!

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