Ohne Worte

Ich mag Stummfilme. Ich kann sie nicht immer und zu jeder Zeit schauen, aber ich schaue sie ganz gern. Die übertriebene Mimik ist einfach herrlich!
Vor Jahren war ich im Berliner Filmmuseum und hatte damals in einer Ausstellung Bilder eines Stummfilms gesehen, den ich allein schon wegen seines Bühnenbildes sehr interessant fand. Jetzt habe ich ihn mir endlich mal angesehen.

Das Cabinet des Dr. Caligari ist ein deutscher Stummfilm aus dem Jahr 1920.
Auf dem Jahrmarkt wird ein Schlafwandler ausgestellt, der auch die Zukunft vorhersagen kann. Alan und Franzis, zwei Freunde, gehen hin, um sich das anzusehen. Alan lässt sich die Zukunft vorhersagen. Ihm wird vorausgesagt, dass er noch heute sterben wird. In der Nacht bringt eine Gestalt den schlafenden Alan um. Auch in den kommenden Nächten werden Menschen ermordet. Franzis glaubt, dass der Schlafwandler der Mörder ist….

So gut! Schon damals im Filmmuseum hat mich die Aufmachung des Films an Tim Burton erinnert und mich deswegen wahrscheinlich auch so magisch angezogen. Ich habe dann lesen können, dass es auch wirklich so war, dass Tim Burton sich bei vielen seiner Filme von diesem Film hat inspirieren lassen. Und wie anfangs schon erwähnt, liebe ich einfach die übertriebene Mimik bei Stummfilmen. Ausserdem spreche ich gerne ab und an mal meine eigenen Dialoge zum Film. 🙂 Damit Ihr Euch das alles besser vorstellen könnt, die Ähnlichkeit zu Tim-Burton-Filmen und die herrliche Mimik, hier ein Trailer bei youtube. Und wenn Ihr keine gänzliche Abneigung gegen Stummfilme habt, kann ich Euch diesen hier nur wärmstens empfehlen!

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4 Antworten zu Ohne Worte

  1. Cat schreibt:

    Caligari ist klasse. Ich bin haargenau so zu dem Film gekommen wie du 😉
    Ich finde schwarz-weiß gar nicht schlimm. Einige Filme werden ja immer noch frablos gedreht. Es muss halt passen. Manchmal weiß ich nach einiger Zeit nicht mehr, ob ein Film in Farbe war oder nicht (bei M – Eine Stadt sucht einen Mörder könnte ich immer schwören, der wäre in Farbe). Richtig beeindruckend fand ich Oktober von Sergej Eisenstein. War mein erster Stummfilm mit Orchesterbegleitung. Da kann man mal sehen, wozu schwarz-weiß (und stumm) fähig ist.
    Stummfilme sind etwas langsamer, aber ich denke das gilt für die meistens frühen Filme, auch für Talkies. Mit gaanz wenigen Ausnahmen.

  2. Servetus schreibt:

    Ja!!! Das ist in den besten 10 Filmen aller Zeiten. Ich bin darüber gestolpert in den Vorbereitungskursen für meine Doktorprüfung, seit dann zeige ich es in jedem Kurs, wo ich es irgendwie hineinpacken kann. Fantastischer Film.

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