Die Bücherdiebin

Endlich habe ich auch die Bücherdiebin gelesen. In die Kinoverfilmung habe ich es zwar nicht geschafft, aber ich weiß auch nicht, ob man den Film unbedingt im Kino sehen muss.

Die Bücherdiebin von Markus Zusak
1939: Ihr erstes Buch stiehlt Liesel bei der Beerdigung ihres kleinen Bruders. Es fällt dem Totengräber aus der Tasche und heißt „Das Handbuch für Totengräber“, doch das weiß Liesel nicht, denn sie kann nicht lesen. Nach der Beerdigung übergibt ihre Mutter Liesel an ihre neue Pflegefamilie, die Hubermanns. Zu Hans Hubermann hat Liesel von Anfang an eine Verbindung, doch ihre neue Mama, Rosa, macht ihr zunächst Angst. Hans Hubermann ist es dann auch, der ihr das Lesen beibringt. Dem ersten gestohlenen Buch folgen weitere…Doch es geht nicht nur um Bücher und die Macht der Worte, sondern auch um Freundschaft und Liebe und darum menschlich zu bleiben im zweiten Weltkrieg.

Wer wirklich von allem in diesem Buch überrascht werden will und lieber gar nichts wissen will, der sollte jetzt nur noch diesen Satz lesen und dann aufhören: Das Buch ist wunderbar – so voller Freude und Leben und gleichzig traurig und voller Tod.

Gerade diese Freude hat mich so überrascht. Bei einem Buch über den zweiten Weltkrieg rechne ich nicht mit so vielen schönen Begebenheiten. Und auch wenn uns der Erzähler (im übrigen der Tod höchstpersönlich) ganz oft direkt nach solchen Begebenheiten direkt sagt, dass sich bald alles zum schlechten ändern wird, wirft das trotzdem keinen allzugroßen Schatten auf die Freude. Und dann kommen da die Stellen in dem Buch, bei denen ich zum Taschentuch gegriffen habe um auf alles vorbereitet zu sein und das trifft dann auch ganz oft tief ins Herz. Wenn Hans Hubermann einem Juden auf dem Weg nach Dachau ein Stück Brot gibt, weil der Mann völlig entkräftet ist und dafür fürchertlich ausgepeitscht wird zum Beispiel. Die Figur Hans Hubermann ist sowieso die Beschreibung eines wunderbaren Menschen, der mich mit fast allen seinen Taten rührte. Und wenn ich weiter oben geschrieben habe, dass es in dem Buch auch um Menschlichkeit im 2. Weltkrieg geht, dann dachte ich dabei eben genau an Hans Hubermann.
Seine Figuren beschreibt Markus Zusak generell sehr ehrlich. Damit meine ich, dass er allen von ihnen auch schlechte Angewohnheiten zugeschrieben hat und sie damit so realistisch schildert, dass man sie alle förmlich vor sich sieht.
Mich hat das Buch wirklich bewegt und gerade deshalb brauche ich glaube ich keine riesen Kinoleinwand um mir das anzuschauen, sondern möchte den Film irgendwann von meiner Couch aus schauen. Wer jetzt aber neugierig geworden ist und bei wem der Film vielleicht im Kino auch noch läuft, der kann sich hier ja mal den Trailer anschauen

Die Bücherdiebin von Markus Zusak
586Seiten
Blanvalet
978-3-7645-0284-3

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